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Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage 2018 des ZMSBw veröffentlicht:

Der Kurzbericht zeigt neben der seit Jahren sehr stabilen großen Unterstützung für die Bundeswehr eine differenzierte Sicht der Deutschen auf außen- und sicherheitspolitische Fragen.

Die Bevölkerungsbefragung des ZMSBw 2018 zeigt wie schon in den Vorjahren eine große Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger für die Bundeswehr.

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) hat im II. Quartal 2018 eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zu den sicherheits- und verteidigungspolitischen Einstellungen der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger durchgeführt. Der Kurzbericht enthält vor allem deskriptive Statistiken (relative Häufigkeiten, Mittelwerte) und Zeitvergleiche mit den Erhebungen der vorangehenden Jahre.

Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung des ZMSBw 2018 machen unter anderem deutlich, dass der weit überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger eine positive Einstellung zur Bundeswehr hat. Wie seit Jahren genießen die deutschen Streitkräfte ein hohes Ansehen. 80 Prozent der Befragten bewerten die Bundeswehr positiv und bringen ihr Vertrauen entgegen. Für die meisten Befragten sind die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ein selbstverständlicher Bestandteil von Staat und Gesellschaft. Die Notwendigkeit und normative Verankerung der Bundeswehr werden weithin anerkannt. Emotionale Bekenntnisse zu den Streitkräften sind hingegen seltener. Zudem wird die Ausrüstung und Bewaffnung von 43 Prozent der Bürgerinnen und Bürger negativ bewertet (positive Bewertung: 27 Prozent; teils positiv/teils negativ: 25 Prozent).

Im Jahr 2018 ist eine klare Mehrheit der Bundesbürger (51 Prozent) für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) votiert dafür, den Verteidigungshaushalt auf dem aktuellen Niveau zu halten, und 8 Prozent sind der Ansicht, dass weniger Geld für Verteidigung ausgegeben werden sollte. Ein ähnlich hohes Ausmaß an Unterstützung zeigt sich im Hinblick auf den Personalumfang der Bundeswehr. 47 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sprechen sich für eine Erhöhung der Zahl der Soldatinnen und Soldaten aus. 42 Prozent plädieren dafür, dass der Personalumfang auf dem bisherigen Niveau verbleibt, und weniger als jeder zehnte (7 Prozent) wünscht sich eine Verringerung der Stärke der Bundeswehr.

Hinsichtlich der Auslandseinsätze zeigt die Bevölkerungsbefragung 2018, dass die Mehrheit der Bevölkerung von allen abgefragten Auslandseinsätzen der Bundeswehr zumindest schon einmal etwas gehört oder gelesen hat. Allerdings wissen viele Bürgerinnen und Bürger nichts Konkretes über die Einsätze. Die Frage nach Kenntnis der unterschiedlichen Auslandseinsätze zeigt, dass der Anti-Terroreinsatz in Syrien zur Bekämpfung des sogenannten Islamischen Staates (IS) (37 Prozent) und der KFOR-Einsatz (32 Prozent) die bekanntesten Einsätze der Bundeswehr sind. Die Missionen, die im Jahr 2018 am stärksten befürwortet werden, sind die Operation Sophia zur Aufklärung von Schleusernetzwerken (51 Prozent), der EUTM-Einsatz in Mali zur medizinischen Versorgung und zur Ausbildung malischer Sicherheitskräfte und Sanitäter (50 Prozent) und der Anti-Terroreinsatz in Syrien zur Bekämpfung des IS (46 Prozent). Insgesamt wird deutlich, dass die Deutschen sich am ehesten für ein Bundeswehrengagement bei den Einsätzen aussprechen, die als Hilfseinsätze wahrgenommen werden oder die der Terrorismusbekämpfung dienen. Die Zustimmung für Maßnahmen im Rahmen der Bündnisverteidigung (wie die Luftraumüberwachung im Baltikum und die Beteiligung an der multinationalen Kampfgruppe in Litauen) ist mit Zustimmungswerten von 32 bzw. 33 Prozent am geringsten.

Die Bevölkerungsbefragung des ZMSBw wurde im Zeitraum vom 1. Juni bis 5. Juli 2018 durch das renommierte Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS im Rahmen von computergestützten persönlichen Interviews (CAPI) erhoben. Befragt wurden 2.464 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren, die in Privathaushalten in Deutschland leben.

Der Kurzbericht ist im Anhang als PDF-Dokument beigefügt.



Markus Steinbrecher



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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.