|   Sitemap   |   Impressum   |   Datenschutzhinweise
|   Aktuelles   |   Archiv   |  




Neuerscheinung: Die Bevölkerungsbefragung 2019.

Das ZMSBw legt die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung 2019 zum sicherheits- und verteidigungspolitischen Meinungsbild in der Bundesrepublik Deutschland vor.

Forschungsbericht 122: "Sicherheits- und verteidigungspolitisches Meinungsbild in der Bundesrepublik Deutschland. Ergebnisse und Analysen der Bevölkerungsbefragung 2019"


Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) hat im Zeitraum vom 25. Mai bis 30. Juni 2019 eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zu den sicherheits- und verteidigungspolitischen Einstellungen der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger durchgeführt. Der jetzt veröffentlichte Forschungsbericht zeigt neben der seit Jahren sehr stabilen großen Unterstützung für die Bundeswehr eine differenzierte Sicht der Deutschen auf außen- und sicherheitspolitische Fragen.


Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage 2019 im Überblick


Die Bevölkerungsbefragung des ZMSBw 2019 zeigt wie schon in den Vorjahren eine große Unterstützung für die Bundeswehr sowie eine differenzierte Sicht auf außen- und sicherheitspolitische Fragen. 

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) hat im II. Quartal 2019 eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zu den sicherheits- und verteidigungspolitischen Einstellungen der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger durchgeführt. Der Forschungsbericht enthält deskriptive Statistiken (relative Häufigkeiten, Mittelwerte), Zeitvergleiche mit den Erhebungen der vorangehenden Jahre und umfassende Analysen.


Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung des ZMSBw 2019 machen unter anderem deutlich, dass der weit überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger eine positive Einstellung zur Bundeswehr hat. Wie seit Jahren genießen die deutschen Streitkräfte ein hohes Ansehen. 76 Prozent der Befragten bewerten die Bundeswehr positiv und 80 Prozent bringen ihr Vertrauen entgegen. Für die meisten Befragten sind die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ein selbstverständlicher Bestandteil von Staat und Gesellschaft. Die Notwendigkeit und die Leistungen der Bundeswehr werden weithin anerkannt. Allerdings wird die Ausrüstung und Bewaffnung von 43 Prozent der Bürgerinnen und Bürger negativ bewertet (positive Bewertung: 27 Prozent; teils positiv/teils negativ: 25 Prozent).


Im Jahr 2019 ist eine relative Mehrheit der Bundesbürger (45 Prozent) für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) votiert dafür, den Verteidigungshaushalt auf dem aktuellen Niveau zu halten, und 12 Prozent sind der Ansicht, dass weniger Geld für Verteidigung ausgegeben werden sollte. Ein ähnlich hohes Ausmaß an Unterstützung zeigt sich im Hinblick auf den Personalumfang der Bundeswehr. 43 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sprechen sich für eine Erhöhung der Zahl der Soldatinnen und Soldaten aus. Ebenfalls 43 Prozent plädieren dafür, dass der Personalumfang auf dem bisherigen Niveau verbleibt, und weniger als jeder zehnte (9 Prozent) wünscht sich eine Verringerung der Stärke der Bundeswehr.  


Hinsichtlich der Auslandseinsätze zeigt die Bevölkerungsbefragung 2019, dass die Mehrheit der Bevölkerung von allen abgefragten Auslandseinsätzen der Bundeswehr zumindest schon einmal etwas gehört oder gelesen hat. Allerdings wissen viele Bürgerinnen und Bürger nichts Konkretes über die Einsätze. Die Frage nach Kenntnis der unterschiedlichen Auslandseinsätze zeigt, dass der Anti-Terroreinsatz in Syrien zur Bekämpfung des sogenannten Islamischen Staates (IS) (38 Prozent) und der KFOR-Einsatz (33 Prozent) die bekanntesten Einsätze der Bundeswehr sind. Die Missionen, die im Jahr 2019 am stärksten befürwortet werden, sind der EUTM-Einsatz in Mali zur medizinischen Versorgung und zur Ausbildung malischer Sicherheitskräfte und Sanitäter (50 Prozent), der Anti-Terroreinsatz in Syrien zur Bekämpfung des IS (47 Prozent) und die Operation Sea Guardian zur Seeraumüberwachung im Mittelmeer (44 Prozent). Insgesamt wird deutlich, dass die Deutschen sich am ehesten für ein Bundeswehrengagement bei den Einsätzen aussprechen, die als Hilfs- und Unterstützungseinsätze wahrgenommen werden oder die der Terrorismusbekämpfung dienen.  


Die Bevölkerungsbefragung des ZMSBw wurde im Zeitraum vom 25. Mai bis 30. Juni 2019 durch das renommierte Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS im Rahmen von computergestützten persönlichen Interviews (CAPI) erhoben. Befragt wurden 2.474 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren, die in Privathaushalten in Deutschland leben.


 


 





Forschungsbericht 122.pdf
PDF-Download (1.2 MB)


nach oben
nach oben

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.